Auch die manuelle Überprüfung der Client-IP-Adresse aus bestimmten Sitzungsereignissen kann auf einen etwaigen Sitzungsdiebstahl hinweisen. Sie kann aber auch darauf hinweisen, dass sich ein Benutzer von mehreren Standorten aus verbunden hat, beispielsweise vom Büro-WLAN ins Heimnetzwerk. Ein Sitzungsdiebstahl ist plausibel, aber nicht garantiert, wenn CVE-2025-5777 ausgenutzt wird.
Beispiel: Bei der Analyse von VPN-Sitzungen (SSLVPN TCPCONNSTAT-Ereignis):
ns.log.10.gz:Jul 11 10:41:50 <local0.info> 10.0.0.1 07/11/2025:10:41:50 GMT ns 0-PPE-0 : default SSLVPN TCPCONNSTAT 1496 0 : User user1 - Client_ip 10.2.0.20 - Nat_ip 127.0.0.2 – Vserver 10.1.2.32:443 - Source 10.2.0.20:50961 – Destination 127.0.0.1:81 – Start_time „07/11/2025:10:41:50 GMT“ – End_time „07/11/2025:10:41:50 GMT“ – Duration 00:00:00 – Total_bytes_send 750 – Total_bytes_recv 1200 – Total_compressedbytes_send 0 – Total_compressedbytes_recv 0 – Compression_ratio_send 0.00% – Compression_ratio_recv 0.00% – Access Allowed – Group(s) „N/A“
Es wird erwartet, dass die Client-IP und Source-IP identisch sind, solange der Benutzer nicht das Netzwerk wechselt.
Aus den SSLVPN-Logs können Sessions mit Nutzername und IP-Adressen extrahiert werden, um verdächtige IP-Wechsel innerhalb einer Sitzung zu identifizieren. Ein solcher Wechsel kann auf Sitzungsdiebstahl hindeuten – insbesondere bei gleichbleibendem Benutzer aber wechselnder Source IP. Diese Analyse erfordert jedoch Kontextwissen, da IP-Wechsel auch durch legitime Netzwerkwechsel verursacht werden können.