SIEM-Kosten senken ohne Sichtbarkeitsverlust:

Die Datenschicht als entscheidende Stellschraube für clever sortierte Sicherheitsdaten.

Ein Beitrag von Hans-Jörg Friedrich, Managing Director der IF-Tech GmbH. Sicherheitsdaten clever sortieren, ohne den Überblick zu verlieren.

Wir bezahlen zu oft für Rauschen.

Ich beobachte eine Entwicklung, die mich als Unternehmer nachdenklich macht: Die Ausgaben für SIEM steigen Jahr für Jahr, der Sicherheitsgewinn aber nicht im gleichen Maß. Meiner Überzeugung nach liegt das selten am SIEM selbst. Es liegt an den Daten, die wir hineinschicken.

Die meisten SIEM-Plattformen rechnen nach Datenvolumen ab, und genau dieses Volumen wächst unaufhaltsam. DataBahn beziffert das Wachstum der Security-Daten auf 25 % pro Jahr. Damit geraten Unternehmen in ein Dilemma, das ich für gefährlich halte: Entweder man schickt alles ins SIEM und akzeptiert steigende Kosten und ein SOC, das im Rauschen untergeht. Oder man lässt Datenquellen weg und schafft blinde Flecken, genau dort, wo Angreifer ansetzen.

Hinzu kommt der menschliche Faktor. Laut DataBahn bleiben rund 40 % der Alarme wegen Alert Fatigue unbeachtet. Für mich ist das kein reines Technikthema, sondern eine Führungsaufgabe. Deshalb lautet meine Kernfrage nicht „Welches SIEM?“, sondern: Welche Daten gehören überhaupt hinein?

Mein Lösungsansatz: Daten steuern, bevor sie teuer werden.

Den konsequentesten Hebel sehe ich in einer intelligenten Datenschicht vor dem SIEM. DataBahn verfolgt genau diesen Ansatz: Die Plattform sitzt zwischen den Log-Quellen und den Zielsystemen wie Microsoft Sentinel, Splunk, einem Data Lake oder günstigem Object Storage. Sie ist selbst kein SIEM und an kein bestimmtes Zielsystem gebunden. Vier Prinzipien überzeugen mich daran besonders.

Mein Fazit:

Relevanz statt Volumen

Eine solche Datenschicht verändert aus meiner Sicht die Logik der SIEM-Kosten grundlegend: Unternehmen bezahlen nicht mehr für Volumen, sondern für Relevanz. Den Kundennutzen sehe ich auf fünf Ebenen.

  • Die SIEM-Kosten sinken spürbar. DataBahn spricht von rund 50 % Volumenreduktion innerhalb von 14 Tagen, ein Kunde berichtet von 70 % weniger Daten im SIEM, ohne Ingress-, Egress- oder API-Gebühren.
  • Die Sichtbarkeit bleibt vollständig erhalten, weil alle Daten verfügbar bleiben, nur am jeweils wirtschaftlich sinnvollen Ort.
  • Das SOC wird entlastet. Weniger Rauschen heißt mehr Zeit für Threat Hunting und echte Vorfälle statt für die Pflege von Pipelines und Schemas.
  • Budgets werden planbar, weil der Datenfluss gesteuert statt hingenommen wird.
  • Die strategische Freiheit wächst. Wer seine Daten vom Werkzeug entkoppelt, kann das SIEM wechseln, ohne die Pipelines neu aufzubauen, und verhandelt mit jedem Anbieter aus einer stärkeren Position.

Wann sollten Unternehmen über einen Wechsel ihres SIEM-Ansatzes nachdenken?

Wenn Sie die folgenden drei Punkte erfüllen, lohnt es sich, Ihren bisherigen Ansatz zu überprüfen und über eine intelligentere Datenschicht vor dem SIEM nachzudenken:

☐ Ihre SIEM-Kosten steigen kontinuierlich, obwohl der Sicherheitsgewinn nicht im gleichen Maß zunimmt.
☐ Ihr SOC wird durch große Datenmengen und zu viele irrelevante Alarme belastet.
☐ Sie möchten Datenströme flexibel steuern, die vollständige Sichtbarkeit behalten und unabhängiger von einzelnen SIEM-Anbietern werden.

Meine Überzeugung ist klar: Der größte Hebel für SIEM-Kosten liegt nicht im SIEM, sondern davor. Wer seine Datenströme steuert, spart Geld, gewinnt Transparenz und legt das Fundament für ein KI-gestütztes Security Operations Center.

 

Vorstand Hans-Jörg Friedrich