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Der Wandel der digitalen Arbeitswelt hat sich 2025 durch die schnelle Verbreitung von KI-Tools noch einmal beschleunigt. Zum Jahresende möchten wir daher einen Blick nach vorne werfen. Wie sieht der digitale Arbeitsplatz von morgen aus – und welche Rolle spielen dabei unsere Technologiepartner Citrix und Microsoft? Wir haben dazu unsere Citrix- und Microsoft-Experten Marco Klose (Vorstand bei der IF-Tech AG und Citrix Technology Advocate) und Thomas Holzner (Teamlead End User Computing) befragt.
Marco Klose, Vorstand, IF-Tech AG: Remote Work ist für viele Unternehmen inzwischen ein wichtiger Teil ihrer Geschäftsstrategie. Sie suchen Fachkräfte überregional und müssen diese zuverlässig und sicher in ihre digitale Arbeitswelt einbinden. Gleichzeitig wünschen sich viele Kunden Workplace-Lösungen, die sich möglichst einfach administrieren, skalieren und konsumieren lassen. Diese Erwartungen sehen wir aktuell praktisch in jedem Projekt.
Thomas Holzner, Teamlead End User Computing, IF-Tech AG: Wir sehen außerdem, dass reine ,Cloud-only‘-Ansätze häufig nicht im Fokus stehen, sondern stattdessen hybride Modelle die bessere Variante darstellen. Einige Kunden möchten etwa aus Sicherheits- oder Compliance-Gründen bestimmte Workloads weiterhin selbst betreiben. Citrix unterstützt uns hier unseren Kunden eine ganzheitliche Lösung anbieten zu können, um sowohl Cloud- als auch On-Prem-Infrastrukturen betreiben zu können. Wir versuchen dabei immer, die richtige Balance zu finden und unsere Kunden so zu beraten, dass ihre Arbeitsplätze in jeder Umgebung funktionieren.
Marco Klose: Microsoft ist für die meisten Unternehmen die Basis ihrer täglichen Arbeit und als Plattform für die digitale Zusammenarbeit gesetzt. Viele Anwender erledigen einen großen Teil ihrer Aufgaben über die Anwendungen von Microsoft 365 und nutzen jeden Tag Lösungen wie Microsoft Teams. Wir betrachten daher in Projekten immer, wie weit die Kunden mit den Standardtechnologien von Microsoft kommen und in welchen Bereichen es zusätzliche Anforderungen gibt. Hier kommt dann oft Citrix als komplementäre Lösung ins Spiel und unsere Microsoft und EUC Teams treten hier mit höchster Expertise auf und leben den Better-together-Ansatz.
Thomas Holzner: Citrix bietet mit seiner Plattform viele Möglichkeiten, den digitalen Arbeitsplatz von Microsoft weiter zu „veredeln“. Dabei geht es zum Beispiel um Themen wie Performance, Sicherheit und User Experience. Mit Citrix sind Kunden außerdem in der Lage, eine einheitliche Arbeitsumgebung über verschiedene Infrastrukturen hinweg bereitzustellen. Wir sind dabei nicht ausschließlich an Microsoft Azure gebunden, sondern können hier auch andere Plattformen nutzen.
Thomas Holzner: Mit Citrix können wir wirklich alle Applikationen in den Modern Workplace einbinden – auch grafikintensive Anwendungen mit hohen Ressourcenanforderungen. Gerade in verteilten oder bandbreitenkritischen Umgebungen hilft uns die Citrix-HDX-Technologie, eine gute und stabile Performance zu erreichen. Dies wirkt sich auch positiv auf die Benutzerzufriedenheit aus.
Marco Klose: Große Mehrwerte sehen wir darüber hinaus beim Thema Sicherheit. Citrix bietet erweiterte Schutzmechanismen für digitale Arbeitsplätze wie adaptive Sicherheitsrichtlinien, kontextbasierte Zugriffskontrolle und Data Loss Prevention innerhalb einer Session. So können wir echte Zero Trust-Ansätze für unsere Kunden umsetzen. Die Security-Technologien von Citrix und Microsoft greifen sehr gut ineinander, aktuell jetzt etwa beim Thema Microsoft Entra ID SSO. Das Motto ,Better together‘ gilt also nach wie vor.
Marco Klose: Die IF-Tech war auch schon vor der Übernahme durch Citrix mit deviceTRUST am Markt vertreten und kennt die Lösung sehr gut. Daher wissen wir, dass deviceTRUST für viele Kunden ein echter Gewinn sein kann. Sie können damit in Echtzeit überprüfen, unter welchen Bedingungen ein Gerät zugreift, und sofort auf mögliche Risiken reagieren. Das ist ein wichtiger Baustein einer Zero Trust-Strategie. Unicon sehen wir vor allem dort, wo Kunden ein schlankes, gut steuerbares Endpoint-OS benötigen – etwa in Callcentern, in der Fertigung oder in Filialumgebungen. Hier haben wir jetzt ein interessantes Angebot für Unternehmen, die den digitalen Arbeitsplatz und die Endpoint-Lösung aus einer Hand beziehen möchten.
Thomas Holzner: Mit uberAgent hat Citrix seine Plattform um ein sehr mächtiges Monitoring- und Analysewerkzeug erweitert. Damit lassen sich Daten und Trends zur Performance und User Experience im Detail auswerten. Aktuell stehen aber in unseren Projekten eher die Lösungen deviceTRUST und Unicon im Fokus, da diese Lösungen für die meisten unserer Kunden sofort einen praktischen Mehrwert haben.
Thomas Holzner: Wir sehen gerade eine besonders hohe Nachfrage aus regulierten Branchen wie dem Gesundheitswesen und dem öffentlichen Sektor. Citrix und Microsoft helfen diesen Organisationen, den Zugriff auf den digitalen Arbeitsplatz granular und nachvollziehbar zu steuern und so auch strenge Compliance-Anforderungen zu erfüllen. Gerade in hybriden Arbeitsplatzszenarien brauchen diese Kunden ein ganzheitliches Konzept, um ihre sensiblen Daten wirklich umfassend zu schützen.
Marco Klose: Mehr Resilienz für ihre digitalen Arbeitsprozesse wünschen sich auch quasi alle Unternehmen. Dabei geht es vor allem um die hohe Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen in Entwicklung und Produktion, die nahtlose Integration in Bestandssysteme, die Abwehr von Cyberrisiken und die bessere Zusammenarbeit in global verteilten Teams. Dafür ist es oft sinnvoll, das Beste aus der Citrix- und der Microsoft-Welt zu kombinieren. In mehreren Projekten für Industriekunden konnten wir damit im vergangenen Jahr sehr schöne Ergebnisse erzielen.
Thomas Holzner: Microsoft geht beim KI-Einsatz mit großen Schritten voran – das hat nicht zuletzt die Microsoft Ignite 2025 vor wenigen Wochen gezeigt. Der Copilot übernimmt immer anspruchsvollere Aufgaben und zusätzliche KI-Dienste wie Work IQ, Fabric IQ und Foundry IQ bringen noch mehr Intelligenz in den digitalen Arbeitsplatz. Mit der neuen Agent Factory will Microsoft Unternehmen zudem dabei helfen, schneller eigene Agenten zu erstellen und in die Geschäftsprozesse zu integrieren.
Marco Klose: Citrix hat das große Potenzial der KI für die digitale Arbeitswelt definitiv auch erkannt. Ich kann dazu nur die Lektüre der Blog-Artikel von Citrix-Vordenker Brian Madden empfehlen. Citrix und auch Microsoft mit den Copilot-Anwendungen werden mit ihren Lösungen künftig eine Umgebung schaffen, in der Menschen und KI-Agenten sicher, kontrolliert und produktiv zusammenarbeiten können. Erste Anwendungsbeispiele wie Citrix Aidrien oder Co-Pilot Integrationen in Windows 11 zeigen, wie das in der Praxis aussehen könnte. Wir sind auf jeden Fall schon gespannt auf die nächsten Entwicklungen und wollen diese frühzeitig für unsere Kunden nutzbar machen.
Thomas Holzner: Flexibel bleiben, um auf alle Veränderungen der digitalen Arbeitswelt schnell reagieren zu können. Und das Thema Sicherheit ganzheitlich angehen – am besten mit einer Zero-Trust-Architektur.
Marco Klose: Das Tempo der KI-Entwicklung nicht unterschätzen. Anwender werden schon bald immer mehr KI-basierte Tools nutzen – und die IT muss dafür schnell die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen.
Als langjähriger Citrix- und Microsoft-Partner unterstützen wir Sie, Ihre IT sicher, wirtschaftlich und zukunftsfähig aufzustellen! Wir besprechen gerne Ihre individuellen Anforderungen in einem persönlichen Termin.