
Nach einer Unternehmensaufspaltung sah sich das IT-Team eines Kunden mit der Herausforderung konfrontiert, dass das Rechenzentrum beim abgespaltenen Unternehmensteil verblieben war. Die Linux-Server und -VDIs blieben zwar in ihrer bisherigen Form bestehen, jedoch ohne Anbindung an die zuvor bereitgestellten Infrastrukturdienste. Ohne kontrolliertes Linux-Management entstanden Compliance-Risiken, Sicherheitsprobleme und Instabilitäten. Die lokalen Software-Repositories waren nicht mehr erreichbar, sodass keine Updates mehr möglich waren. Die Verwaltung von Firewall-Regeln erfolgte nicht einheitlich und auch das Rechtemanagement litt unter fehlender Active Directory-Anbindung. Zusätzlich gab es keine effizienten Prozesse zur Bereitstellung und Stilllegung von Servern, was das Change Management erschwerte. Die Gefahr für den IT-Betrieb und die Sicherheit wuchs deutlich an.
Der Kunde benötigte eine Lösung, mit der sich diese Herausforderungen rasch und mit minimalen Betriebsstörungen bewältigen lassen. Die IF-Tech AG unterstützte den Kunden bei der Auswahl einer passenden Lösung. Gemeinsam fiel die Entscheidung auf Puppet Enterprise Dieses leistungsstarke Werkzeug ermöglicht eine zentrale Konfigurationsverwaltung und unterstützt die Automatisierung der gesamten Linux-Infrastruktur. Mithilfe von Puppet Enterprise war es möglich, einheitliche Sicherheitsrichtlinien für Server und VDIs – unabhängig davon, ob sie unter Ubuntu 22.04 oder RHEL liefen – zu implementieren. Die Plattform vereinfacht auch die Integration zukünftiger OS-Versionen und unterstützt das Monitoring, die Automatisierung von Firewall-Konfigurationen sowie die Anbindung an Active Directory sowie der DNS- und NTP-Konfiguration und gewährleistet so eine ständige Überwachung. Weiterhin fließen alle Informationen nahtlos in die ServiceNow-CMDB ein und ermöglichen Compliance-Prüfungen und revisionssichere Abläufe. Konfigurationsmanagement und Infrastrukturmodernisierung werden damit zur neuen Realität.
Zunächst wurde eine detaillierte Ist-Analyse durchgeführt, bei der alle Systeme, Infrastrukturkomponenten und ihre Konfigurationsdaten erfasst wurden. Auf dieser Grundlage wurden anpassbare Puppet-Module entwickelt, die die spezifischen Anforderungen des Kunden abdeckten, darunter Firewall-Regeln, Rechtemanagement und Sicherheitsupdates. Die Migration wurde schrittweise umgesetzt: Jeder Server wurde zunächst im „noop-Modus“ (Dry Run) getestet, um potenzielle Fehler vor der eigentlichen Aktualisierung zu identifizieren. Dieser Ansatz sorgte für eine reibungslose Migration ohne unerwartete Ausfälle. Kundenspezifische Ubuntu-Images mit integriertem Puppet Agent wurden erstellt und mithilfe des Infrastructure-Teams als Templates verteilt. Diese Templates ermöglichen die einfache Bereitstellung von Linux-Servern, die automatisiert an Puppet angebunden werden. Change Management und Serverkonfiguration wurden dabei zentral gesteuert.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Innerhalb kurzer Zeit wurden 120 Nodes erfolgreich migriert und weitere 40 Nodes mithilfe der VM-Templates erstellt und nahtlos in das Management-Tool eingefügt. Die automatisierte Überwachung durch Puppet Enterprise minimiert manuelle Eingriffe und erhöht die Datensicherheit. Mit Puppet Enterprise stehen alle relevanten Fakten zu Softwareständen und Active Directory-Anbindungen transparent zur Verfügung, was die Governance und Compliance maßgeblich verbessert. Effiziente Patch- und Konfigurationsverwaltung senkt den Aufwand im operativen Betrieb.
Das Projekt illustriert die Bedeutung von IT-Service-Management und IT-Transformation. Erfolgsentscheidend sind eine klare Strategie, vollständige Dokumentation aller Systeme und Prozesse vor der Migration und offene Kommunikation mit den Stakeholdern. Die Einführung des Test-Modus vor Änderungen hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen. Wer eine zentrale Verwaltung seiner Linux–Infrastruktur anstrebt, profitiert von einer engen Verzahnung aus Automatisierung, Monitoring und Konfigurationsmanagement für optimale Ergebnisse.
Heute nutzt der Kunde Puppet Enterprise als tragenden Pfeiler seiner IT-Infrastruktur und nutzt dessen Informationen als Quelle, um seine Service-Now-CMDB zu speisen. Die Migration hat nicht nur die Stabilität des Unternehmens gesichert, sondern auch den Grundstein für zukünftige Innovationen und Expansionen gelegt. Sie zeigt, dass selbst die anspruchsvollsten Herausforderungen mit der richtigen Technologie und Expertise zu einer Erfolgsstory werden können. Wer nachhaltige und sichere IT-Lösungen sucht, sollte auf zentrale Automatisierungswerkzeuge und revisionssichere Verwaltung setzen. Wenn auch Sie Ihre IT-Infrastruktur optimieren möchten, damit sie zuverlässig, skalierbar und zukunftsfähig ist, dann kontaktieren Sie uns. Gemeinsam finden wir die passende Lösung.
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