
Microsoft hat am 23. Juli 2025 die Exchange Server SE offiziell freigegeben. Diese neue Version ist der direkte Nachfolger für die bislang letzten lokal installierbaren Exchange Server 2019 & 2016. Eine lokal installierbare „On-Premises“-Version von Exchange bleibt dabei dennoch erhalten. So können es sich Kunden aussuchen, ob sie lieber in die Cloud zu Microsoft 365 (Exchange Online) umziehen – oder gar einen Hybrid-Betrieb einrichten.
Unternehmen mit Exchange on-premises Server haben jetzt bis 14. Oktober 2025 Zeit, auf eine neuere Exchange-Version umzusteigen. Danach wird nur noch die neue SE-Version supported. Das Upgrade ist auch zwingend notwendig, denn Sicherheitslücken in Exchange-Servern werden von Kriminellen regelmäßig und zügig angegriffen.
Der vielleicht wichtigste Aspekt der neuen Exchange-Version ist das Lizenzierungsmodell. Mit Exchange SE verabschiedet sich Microsoft von den klassischen Einmalkauf-Lizenzen (Perpetual Licenses) und wechselt vollständig auf ein Subscription-Modell. Das bedeutet konkret:
Gerade in Deutschland ist der Hybrid-Betrieb von Exchange nach wie vor verbreitet – beispielsweise in Szenarien, in denen nur ein Teil der Postfächer in die Cloud wandert oder lokale SMTP-/Applikationsdienste weiterhin auf einen Exchange-Server zugreifen müssen.
Gute Nachricht: Exchange SE unterstützt weiterhin den Hybrid-Betrieb mit Exchange Online. Damit ist es möglich, lokale Server und Exchange Online gemeinsam zu betreiben, beispielsweise für Zentralisierung des E-Mail-Routings, für Free/Busy-Kalenderfreigaben oder Postfach-Migrationen.
Die Umstellung auf eine Exchange Subscription ist mehr als nur ein Lizenzwechsel – sie ist ein strategischer Schritt, der IT-Abteilungen in den kommenden Monaten beschäftigen wird. Wer sich frühzeitig informiert und die Migration sorgfältig plant, stellt die Weichen für einen sicheren und zukunftsfähigen E-Mail-Betrieb – ganz gleich, ob lokal, hybrid oder in der Cloud. Wir beraten Sie bei den möglichen Migrationsszenarien und begleiten Sie bei der Umsetzung.
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